Die Finanzen und die Art und Weise, wie diese verwaltet werden, sind bestimmende Faktoren des strategischen Erfolgs. Aus Sicht der Shareholder kommt es vor allem auf die Fähigkeit der Organisation an, Bargeld zu generieren, denn daraus leitet sich wiederum die Fähigkeit ab, kurzfristig Dividenden auszahlen zu können und langfristig in die Zukunft zu investieren.

Auf dem öffentlichen Sektor müssen sich Organisationen entsprechend der Anforderung stellen, innerhalb ihrer finanziellen Grenzen, die besten Dienstleistungen mit dem höchsten Wert für die Kunden zu liefern.

Hierbei ergeben sich drei Hauptprobleme, welchen sich Organisationen aller Art stellen müssen...

Management des Unternehmenswerts

Wertorientiertes Management befasst sich mit der Maximierung der Fähigkeit einer Organisation, langfristig Barvermögen zu erzeugen. Der langfristige Erfolg einer Strategie ist davon abhängig, wie sehr sie in den Augen der wichtigsten Interessengruppen zu einer Wertsteigerung beiträgt.

Zwei Beispiele für eine solche Wertsteigerung sind die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt (d.h. Wertsteigerung für den Kunden) und die Fähigkeit, Wert für die Shareholder zu generieren. Diese allgemeine Verbindung zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Shareholder Value muss eingehender betrachtet werden.

Es ist essenziell wichtig, dass jeder Manager versteht, was mit dem Management des Unternehmenswerts gemeint ist und wie dies erreicht werden kann. Dies ist ein wichtiger Beitrag, den Finanzstrategien zum gesamtunternehmerischen Erfolg beitragen sollten.

Finanzierung der Unternehmensentwicklung

Manager:innen müssen sich der Vor- und Nachteile verschiedener Finanzmittelquellen bewusst sein. Entscheidungen, bezüglich der zu nutzenden Quellen, werden von der aktuellen finanziellen Situation der Organisation, etwa den Eigentumsverhältnissen (Privatunternehmen oder börsennotiertes Unternehmen) ebenso beeinflusst wie von den gesamtunternehmerischen Zielen und strategischen Prioritäten der Organisation.

Strebt ein Unternehmen beispielsweise schnelles Wachstum durch Übernahme an, so wird es andere finanzielle Bedürfnisse haben als ein Unternehmen, das seine Erfolge aus der Vergangenheit konsolidieren möchte.

Ein wichtiger Punkt bezieht sich darauf, wie die Finanzstrategien mit den finanziellen und unternehmerischen Risiken verschiedener Finanzierungsquellen umgehen.

Finanzielle Erwartungen der Interessengruppen

Eigentümer sind nicht die Einzigen, die bei Organisationen etwas zu sagen haben. Auch andere Interessengruppen haben finanzielle Erwartungen an die Organisation. Die Frage lautet, inwieweit die Unternehmensstrategien diese anderen finanziellen Erwartungen berücksichtigen sollten, und wie diese mit der Wertschöpfung für die Eigentümer in Einklang gebracht werden können.

Institutionelle Anleger, die für gewöhnlich die Interessen der Nutznießer des unternehmerischen Erfolgs vertreten. Dieses Konzept entspricht den Corporate Governance Strukturen. Also wird auch die Strategie sehr stark von den finanziellen Erwartungen dieser Mittler beeinflusst, die so zu den wichtigsten Einflussnehmern eines großen strategischen Wandels - etwa einer Fusion oder Übernahme - werden können.

Banken und andere Institutionen, die verzinste Kredite gewähren, sorgen sich um das mit der Kreditgewährung verbundene Risiko und die Kompetenz der Risikomanager.

Für Zulieferer und Mitarbeiter:innen kommt es meist vor allem auf gute Preise und Löhne an, doch auch die Liquidität des Unternehmens spielt für sie eine große Rolle, denn daraus lässt sich dessen Fähigkeit ableiten, kurzfristig Verbindlichkeiten an Kreditoren sowie Lohnforderungen übernehmen zu können.

Für Kunden kommt es vor allem darauf an, Produkte oder Dienstleistungen mit dem höchsten Wert zu erhalten. Dies wird in traditionellen Finanzanalysen selten berücksichtigt, denn man geht davon aus, dass Unternehmen, die in einem von Wettbewerb geprägten Umfeld überleben und Gewinn machen, einfach wertvolle Produkte und Dienstleistungen bieten müssen.

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